Der SV Lägern Wettingen tut sich auch im zweiten Meisterschaftsspiel schwer und gewinnt gegen die aufsässigen und kampfstarken Brittnauer am Ende mit 28:21 (13:11). Dabei zeigten die Wettinger aber erneut grosse Leistungsschwankungen und konnten nur phasenweise flüssigen Angriffshandball praktizieren.
Die Brittnauer überraschten die Wettinger von Beginn weg mit schnellem und kraftvollen Handball. Sie dominierten die ersten 15 Minuten des Spiels, konnten sich aber nie mit mehr als drei Toren Differenz absetzen. In dieser Phase schien beim SVL irgendwie der Wurm im Spiel zu sein; während in der Abwehr relativ gut gearbeitet wurde, agierten die Klosterdörfler im Angriff konzept- und ideenlos. Dies veranlasste Coach Ernst Füglistaler bereits nach 13 Minuten sein erstes Team-Timeout zu nehmen. Er hatte wohl die richtigen Worte gefunden, denn nach dem Timeout schien die Mannschaft wie ausgewechselt und so wurde im Angriff flüssiger Handball gezeigt, der Mal für Mal zum Torerfolg führte. Am Ende konnten die Wettinger sogar mit einer knappen zwei Tore Führung in die Pause gehen.
Auch die zweite Halbzeit war nicht gerade von Konstanz geprägt, dennoch konnten die Wettinger allmählich die Führung ausbauen. Was aber wohl auch damit zu erklären war, dass der Gegner mit voranschreitendem Verlauf der Partie an Substanz abbaute. Erfreulicherweise konnte an diesem Abend auch Jungtalent Meier Adrian seine ersten zwei Tore für das Fanionteam des SV Lägern Wettingen beisteuern.
Für den nächsten Auftritt am Dienstag um 20:00 Uhr gegen Handball Wohlen (1. Liga) in der heimischen Tägerhard Halle müssen sich die Wettinger weiter steigern, wollen sie - nach dem überraschenden Sieg gegen die Reserven des BSV Bern Muri - einen weiteren Coup im Schweizer-Cup landen.
Zofingen, BZZ. - 40 Zuschauer. - SR: Michel/Michel.
SV Lägern Wettingen: Ganz, Baumgartner; Estermann (5), Fleischmann, Hug, Käufeler (2), Kellenberger (3), Marinucci (8/3), Merki R. (1), Merki S. (2), Mittag (4/1), Signer, Voser, Meier (2).
Bemerkungen: Wettingen ohne Moser (abwesend), Ehrsam, Humbel, Svoboda (alle verletzt).