Die Vorzeichen stehen schlecht, sehr schlecht. Es gibt lediglich einen kleinen Lichtblick, der sich aber als sehr trügerisch herausstellt und eigentlich gar nicht so toll ist. Dunkle Wolken ziehen auf und verdunkeln die Sonne. Das ist eben die Kehrseite der Medaille. Die Bedingungen sind alles andere als optimal und die Motivation schlichtweg inexistent. Aufgrund dieser widriger Umstände hab ich schweren Herzens einen Entschluss gefasst und habe mich entschieden zu Hause zu bleiben. Nach einer unvergesslichen Zeit, muss man mal ehrlich zu sich selbst sein und eingestehen, dass es nicht immer so weiter gehen kann. Deshalb, ja deshalb, bin ich heute nicht auf einer Skitour und hab deshalb wieder Zeit um einen Bericht zu schreiben. Nach den zwei vergangenen Freitage mit Sonne und perfektem Powder, lässt es das Wetter heute nicht zu. Der Schnee, der trügerische Lichtblick, fällt hauptsächlich in den Voralpen. Aber nächste Woche sehen die Zeichen schon wieder besser aus.
Die 1. Mannschaft des SV Lägern gab sich auch in den zwei vergangenen Spielen keine Blösse und wurde ihrer Favoritenrolle gerecht. Suhrental wurde mit 37:21 und Wohlen mit 36:17 abgefertigt. Hätte Dave gegen Suhrental alle seine Chancen genutzt, wären 40 Tore drin gelegen. Sowieso muss man mal mit ihm ein Hünchen rupfen. Die Leistungen in den letzten paar Spielen lassen zu wünschen übrig. Gegen Zurzibiet verzieht er den entscheidenden Schuss der uns einen Punkt gekostet hat, gegen Suhrental er lässt er sicher drei Chancen aus, im Cupspiel verschiesst er vier Mal und gegen Wohlen wäre auch mehr dringelegen (Zurzibiet: 6 Tore, Hess erzielt abgebrüht den Ausgleichstreffer, verfehlt das generische Tor in der Schlussekunde übers ganze Spielfeld bloss um einen Meter; Suhrental: 9 Tore, 2 Fehlwürfe; Cup gegen Zofingen: 9 Tore; Wohlen: 6 Tore, 0 Fehlwürfe).Gegen Wohlen kam endlich auch einmal der jüngere der Moser-Brothers zum Einsatz. Päsci zeigt eine reife Leistung und bedankte sich mit drei Toren.
Lenzburg ist eine kämpferisch starke Mannschaft mit kaum zu brechendem Willen. Zu den stärken zählt die nicht geheimen Geheimwaffe Werder. Der quirlige Spieler ist der torgefährlichste Mann in der 2. Liga und führt auch dementsprechend die Torschützenliste mit 117 Toren an! Die besten normalen Top-Torschützen haben um 75 Tore erzielt. Trotz dieses abnormalen Shooters liegt Lenzburg im Mittelfeld, auf dem 7. Rang. Das Hinspiel konnte souverän mit 35:25 gewonnen werden. Diese Mannschaft zu unterschätzen wäre fatal, wie die Spiele gegen Städtli (24:26) und Zurzibiet (37:37) zeigten. Sie scheinen sich vor allem gegen stärke Mannschaft zusätzlich motivieren zu können und passen sich dem Niveau der Gegner gut an. Aber wenn wir unser Spiel konsequent aufziehen, sollten wir auch diese zwei Punkte sichern können.
Svöbi